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24.08.11Eine Orgel für St. Marien
Am Pfingstsonntag wurde sie eingeweiht: Die neue Orgel für die Marienkirche in Viersen Hamm. Die Neufassung des Kircheninnenraumes durch den Künstler Horst Lerche (der auch die Chororgel der Remigiuskirche farbig gefasst hat) fand ihren Abschluss in der Weihe dieser vollmechanischen 2-manualigen Orgel mit 20 Registern. Die Disposition – eine für diese Registerzahl luxuriöse Klangaustattung mit wunderbaren Holzflöten – kennt die Seite des Orgelbauers Martin Scholz.
24.06.11Trauer um Stephan GeddenErschüttert haben die Gruppen der Musica sacra in Viersen Abschied von ihrem Präses Pastor Stephan Gedden genommen, der am Himmelfahrtstag 2011 im Alter von nur 49 Jahren vollkommen unerwartet verstarb.
In einer von Sparzwängen geprägten Zeit, in der die Kirchenmusik allenthalben wegen des vordergründig fehlenden Kosten/Nutzen-Bezugs unter Legitimationsdruck gerät, in der sie häufig – ihren vollen Wert missachtend – mit dem Hinweis auf die Konzentration auf das vermeintlich Wesentliche der Unterfinanzierung oder – schlimmer noch – der Gleichgültigkeit preisgegeben wird, erleben wir derzeit im ganzen Bistum eine Phase des kirchenmusikalischen Niedergangs. Diese Haltung jedoch war Stephan Gedden fremd. Betriebswirtschaftlich denkend, aber dabei das wirklich Wesentliche nie aus den Augen verlierend, erblickte er in der Musica sacra über das liturgische Geschehen hinaus weit mehr als einen bloß kulturellen Wert.
Die Kirchenmusik fand daher in ihm einen verlässlichen Fürsprecher und Förderer. Durch seinen mit bemerkenswerter Gelassenheit, Konstanz und Geradlinigkeit gewährten Schutz, schuf er ihr Raum und Gelegenheit, sich auch unter den skizzierten Bedingungen in vielfältiger Weise zu entfalten.
In seine Zeit als Pfarrer fällt die Vollendung der großen Woehlorgel (1996) sowie die Errichtung der Chororgel (2002) der Remigiuskirche. Eine Vielzahl denkwürdiger Aufführungen wurden durch seine Förderung möglich, exemplarisch für viele Großwerke seien hier das Mozart-Requiem, aufgeführt in der Liturgie, oder Bachs Matthäuspassion genannt.
Die Kantoren und Organisten der Remigiusgemeinde verlieren in ihm einen großartigen Dienstherrn, der geduldig und wohlwollend Kompetenz anerkannte und wertschätzte. Er nahm die ihm zukommende Führungsrolle jederzeit entscheidungsfreudig und konfliktbereit wahr, verstand diese aber nie als Einbahnstrasse.
Die Sängerinnen und Sänger trauern um einen Menschen und Christen, der mit ihnen und wie sie die ganze emotionale Fülle des Kirchenjahres erspürte und erlebte. Unvergessen ist seine wiederholt und zuletzt in diesem Jahr bei der karfreitäglichen Probe zur Osternachtsfeier (zu der er nicht selten auf eine Tasse Kaffee hinzukam) geäußerte Wertschätzung der Benedictus-Antiphon an Ostern: „Ohne diese Antiphon ist für mich kein Ostern“. Subtil, minimalistisch, so, wie Stephan Gedden Liturgie feierte, vermittelt sie das Ostergeschehen:
Et valde mane una sabbatorum veniunt ad monumentum, orto iam sole. Alleluia.
Wie die ersten Zeugen der Auferstehung stehen heute wir am Grab und erwarten mit Stephan Gedden den Aufgang der Sonne. Er lebe in Christo!
23.04.11 Kritik zur MatthäuspassionZur Aufführung der Matthäuspassion am vergangenen Palmsonntag veröffentlichte die „Rheinische Post” ihre Rezension, diesmal betitelt mit Kreuzestod eine Liebestat . Kritikerin Heide Oehmen lobt die Intonationsreinheit, Homogenität, Diktion und Prachtentfaltung der beiteiligten Chöre bei der Aufführung.
NACHTRAG: Karin und Stephan Klaue haben im Informationsblatt „Kontakte” eine Nachlese zur Matthäuspassion veröffentlicht, die etwas von den inneren Vorgängen der Mitstreitenden offenbart: Gesungene Ökumene.
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Die letzte an der Remigiusorgel entstandene CD ist ein Live-Mitschnitt des Konzerts mit Prof. Wolfgang Seifen mit Improvisationen über die Apsis-Gemälde des Viersener Künstlers Georg Ettl vom 16. Mai 2004. Zu beziehen ist die CD über das Pfarrbüro. Das Programm enthält:
Eine Übersicht mit weiteren Einspielungen auf der Remigiusorgel finden Sie auf der Pfarrhomepage von St. Remigius.
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